Rückblick 2008

„Eine gute Technik zahlt sich aus“

 

Ein Bericht von Heidi Tiefenthaler

Ammerseebiker schauen auf eine fast unfallfreie Saison zurück

 

Die Jahreshauptversammlung der Sektion Ammersee (Dießen), welche am Freitag den 6.Februar stattfand, nahmen die Ammerseebiker zum Anlass auf die vergangene Mountainbikesaison zurück zu blicken.

Mit vier Fahrtechnikkursen in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen haben die Mountainbiker der DAV-Sektion Ammersee dieses Jahr besonderen Wert auf die Ausbildung gelegt. Mit gutem Grund: Von Jahr zu Jahr wird das Bergradeln beliebter, doch nicht jeder bereitet sich ausreichend auf die Fahrt im Gelände vor. „Da sieht man Sportler mit den teuersten, vollgefederten Rädern im Gebirge, die nicht einmal wissen, wie man in einer Gefahrensituation richtig bremst“, berichtet Stefan Gehrmann, Initiator der Gruppe und Mountainbike-Ausbilder. „Gerade auf dem Schotter der vermeintlich einfachen Forststraßen kann das zu bösen Stürzen führen.“ Dabei ist sind die wichtigsten Grundregeln und Fertigkeiten gar nicht so schwer zu erlernen. Und ins Hochgebirge muss man dafür auch nicht. Ein erstes Gespür für das Fahren im Gelände, auf so genannten Trails, haben die „Neuen“ unter den Ammerseebikern dieses Jahr auf dem Schatzberg bei Diessen bekommen. „Für die grundlegenden Gleichgewichts- und Bremsübungen reicht das Gelände dort vollkommen aus“, meint Gehrmann.

 

Wer dieses erste Training absolviert hat, konnte dieses Jahr – je nach Fortschritt - in Fahrtechnik zwei und drei die höheren Weihen des Bergradelns erlangen. In Bikeparks in Niederbayern oder Ischgl, lernten die Fortgeschrittenen, wie man enge Kurven anfährt, größere Hindernisse überwindet und – ganz wichtig – wann man besser absteigt. „Das gehört wahrscheinlich zu den wichtigsten Dingen, die wir den Teilnehmern mitgeben können: Das Gefühl für die eigenen Fähigkeiten und den Mut, rechtzeitig abzusteigen,“ erklärt Thomas Hartberger. Auch er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe und hat sich ebenfalls vom Deutschen Alpenverein zum Mountainbike-Fachübungsleiter ausbilden lassen.

 

Vom Erfolg des intensiven Trainings profitierten die Ammerseebiker die ganze Saison über. Nicht zuletzt der guten Fahrtechnik wegen, erfuhr sich die Gruppe beim 12-Stunden-Rennen in Weilheim zwei zweite Plätze (Damen und Mixed) und einen 15. in der starken Männer-Vierer-Wertung. Und: Die Saison verlief nahezu unfallfrei. Bei den oft ambitionierten und technisch anspruchsvollen Touren vom Gardasee bis hin zu den Bergen der Region, gab es während der ganzen Saison nur einen Sturz mit Verletzungsfolge. Bei der diesjährigen Alpenüberquerung von St. Anton nach Limone am Gardasee (384 Kilometer, 12156 Höhenmeter) stürzte ein Teilnehmer auf regennasser Fahrbahn und konnte die Fahrt nicht fortsetzen: „So etwas ist bei anspruchsvollen Touren auch mit dem besten Training möglich“, sagt Thomas Hartberger, der gemeinsam mit Gehrmann die 10-köpfige Truppe über die Alpen führte. Ohne die richtige Vorbereitung jedoch, so Hartberger weiter, wäre ein Alpencross in der Art schlichtweg nicht möglich. „Für Sicherheit und Fahrspaß sind die dicken Oberschenkel zweitrangig“, meint auch Gehrmann. Richtig mountainbiken, das lernt man bergab!“

 

Auch nächstes Jahr bieten die Ammerseebiker wieder zahlreiche Kurse, Touren und eine geführte Alpenüberquerung an. Weitere Informationen unter www.ammerseebiker.de

 

 

 

 

 

 

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